(elektronische) Musik

Wenn man sich kennen lernt, taucht früher oder später gerne mal die Frage „Was für Musik hörst du?“ auf. Nun, bei mir ist das garnicht so einfach, mein Musikgeschmack ist recht breit gefächert, von Red Hot Chili Peppers bis „The Cranberries“, über The Cure bishin zu Grönemeyer gibt es Vieles, das ich gerne höre. Dennoch sträube ich mich vor der Aussage „querbeet“ oder „alles“, da es doch noch reichlich Zeug gibt, das mir so ganz und garnicht gefällt 🙂
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Im Internet steht alles…

… oder auch nicht.

Viele wissen das vielleicht nicht mehr, aber das Internet war ursprünlgich mal dazu gedacht, Informationen bereitzuhalten 😉

Sicherlich gilt für viele Dinge, dass man sie an vielen Orten findet oder, selbst wenn sie auf „normalem“ Wege nicht mehr erreichbar sind, in diversen Archiven noch bekommt.

In letzter Zeit habe ich aber nach verschiedenen Sachen gesucht, bei denen ich erstaunt darüber war, nichts zu finden.

RLL-Festplatten-Metriken

Mir fiel ein alter PC in die Hände. Selbstverständlich war die BIOS-Batterie leer, auf der Festplatte waren aber Daten, die es zu retten galt. Früher gab es im BIOS an die 40 voreingestellte Festplattentypen, die für die ersten Jahre auch alle Festplatten auf dem Markt abdeckten (die Möglichkeit, Festplattenparameter frei einzugeben, war mal ein Zusatzfeature (!), die Möglichkeit, automatisch die Kenndaten der Festplatte zu erkennen, kam dann sehr sehr viel später).
Bei der Festplatte in diesem Computer war es so, dass auf ihr lediglich die Modellnummer stand, und kein Aufkleber (wie damals eigentlich üblich) mit den Kenndaten.
Somit suchte ich im Internet – und fand nichts.
Es hat mich mehrere Stunden (!) Suche gekostet, bis ich dann endlich im Archiv eines Archivs einer nicht mehr online stehenden, gemirrorten, archivierten, weggespeicherten gebackupten Seite meine Information gefunden habe.
Das ist wirklich was anderes als „alles ist überall zu finden“.

Bye bye, Netscape Navigator

Es begab sich etwa im Jahr 1998. Windows war noch toll, Videos im Internet selten und ISDN die schnellste Möglichkeit, Daten per DFÜ zu übertragen.
Ich fing an, die Weiten des Internets zu erkunden. Schon bald fiel die Entscheidung gegen Outlook und den Internet Explorer, hin zu Netscape Naviagor und damit später zum Netscape Communicator. Der Rest ist Geschichte: bishin zum Netscape Navigator 4.75 ging es, dann kam auch irgendwann Linux. Irgendwann kam dann der Umstieg zu Mozilla, sowas um die Gegend 0.8 oder so. Im Jahr 2003 kam dann auch der Umstieg auf MacOS. Irgendwann kam dann auch die Aufsplittung des Mozilla-Projekts in einzelne Programme. Viel hat sich seitdem getan, was sich nicht geändert hat ist mein Mailarchiv. Seitdem ich andauernd das Mozilla-Mail-Produkt nutze, haben meine über die Jahre gesammelten Mails auch immer wieder Umzüge mitgemacht.
Nun hält GTD in mein Leben Einzug. Meine derzeit favorisierte Software dafür ist Things. Ähnlich wie ein Konkurrenzprodukt, OmniFocus, bietet auch Things die Möglichkeit, E-Mails als Notiz an ein Todo anzuhängen; diese Integration setzt aber zwingend Apple Mail voraus.
Nun, geliebäugelt habe ich damit immer mal wieder; neben verschiedenen UI-Elementen, die mir bei Mail besser gefallen als bei Thunderbird, überzeugt mich bei Mail auch die Arbeitsgeschwindigkeit.
Sodenn, mach’s gut, Thunderbird, die Zeit mit dir war schön!

Das S-Bahn-Beispiel

Ich beschäftige mich in letzter Zeit mit Lerntechniken, Selbstorganisation und solchen Dingen.
In der Regel haben wir viel Erfahrung mit „körperliche“ Arbeit. Wir können gut einschätzen, wie schnell wir laufen können, ob wir etwas in der Höhe aus dem Stand heraus greifen können, ob wir dazu springen müssen, und so weiter.

So ein Studium und insbesondere gerne mal die Lernphasen für Prüfungen stellen uns vor große Herausforderungen im Bereich der „Kopf“-Arbeit.
Eine Frage: es sind noch zwei Wochen bis zur Klausur und du hast bis jetzt quasi garnichts gelernt. Wie sinnvoll ist es, bis zur Klausur Tag und Nacht zu lernen? Reicht die Zeit noch aus, um dich gut auf die Klausur vorbereiten zu können?
Die Antwort wird nur allzu oft „ja“ lauten oder zumindest die Tendenz dorhin haben.
Ähnliche Situation, anderes Umfeld:
Du befindest dich etwa 10 Gehminuten von der S-Bahn-Haltestelle entfernt und weißt, dass die S-Bahn in zwei Minuten abfährt. Wie sinnvoll ist es, die Beine in die Hand zu nehmen und zur Station zu rennen?

Würdest du genauso entscheiden wie bei der Klausur?

Was mit diesem Beispiel gezeigt werden soll, ist die Tatsache, dass wir aufgrund der geringeren Erfahrung mit „Kopfarbeit“ dazu neigen, uns zu verschätzen und aufgrund der Tatsache, dass die Arbeit nicht in der Form „fassbar“ ist wie körperliche Arbeit, zu übersehen, dass es auch beim Lernvermögen Grenzen gibt, die man nicht überwinden kann.

Eine körperliche Arbeit ist überschaubarer; wenn ich 30 Minuten Zeit habe, um eine 5 Säcke á 20 kg von A nach B zu tragen und für einen Sack 7 Minuten brauche, dann ist klar, dass ich es in der gegeben Zeit nicht schaffe – der Gedanke „ich muss mich nur noch mehr anstrengen!“ kommt einem hier erst garnicht.