Neujahr, Dortmund und Nebel: es ging gaaaaaaarnichts mehr!

Sodenn, ich nahm an der in den Räumen der Fachschaft organisierten Silvester-Party teil. Um 0:00 Uhr wollten wir uns geplantermaßen an einem Ort befinden, der einen schönen Ausblick auf Silvesterraketen bietet. Zur Wahl standen der Florianturm und die sog. Hombrucher Alpen, eine Abraumhalde.
Da wir letztlich nur ein Auto mit nüchternem Fahrer hatten, um 6 Personen transportieren, blieb nur die eine Möglichkeit, zwei mal zu fahren. Hin war das alles noch überhaupt kein Problem – obwohl wir selbst hier im Nachhinein zugetragen bekamen, dass sich schon zwischen 22 und 23 Uhr stellenweise ziemlich dichter Nebel gebildet haben soll.
Wir begingen den Rutsch ins neue Jahr und machten uns dann so gegen 1 Uhr auf, die erste Tour zurück Richtung Uni zu machen. Schon auf der Halde sah man hier und dort nicht mehr so gut, was wir aber zunächst einfach nur den Silvesterknallern zuschrieben.
Am Auto angekommen war es dann schon ziemlich neblig. Es wurde auf der Fahrt zurück zur Uni noch dichter; relativ schnell erreichten wir Sichtweiten von unter 50 Metern. Nun, angekommen an der Fachschaft konnte ich von der einen Straßenseite das Gebäude auf der anderen Straßenseite noch erkennen. Ich wollte nun zurück zur Halde einen anderen Weg fahren, der in einer Art Senke liegt – bis der Nebel dann so dicht war, dass ich nach vorne heraus noch das Ende meines Autos und die leuchtenden Scheinwerfer sehen konnte – ansonsten nur noch GRAU. Also kehrte ich um und raste mit Geschwindigkeiten von 10 bis 40 km/h den anderen Weg entlang. An der Halde angekommen ging es dann wieder zurück Richtung Fachschaft. Das Fahrzeug vor uns konnten wir noch erkennen, von dem Fahrzeug davor konnte man nur erahnen, dass es sich um etwas Großes zu handeln schien. Nach mehreren Minuten Rätselei erkannten wir dann schließlich, dass es sich um einen Leiterwagen er Feuerwehr handelte.
Auf dem Weg zurück fuhren wir mehrfach an Unfällen, stehen gebliebenen Fahrzeugen und auf dem Bürgersteig / am Straßenrand stehenden Fahrzeugen vorbei. Diese hatten alle ordnungsgemäß die Warnblinkanlage eingeschaltet.
Richtig sinnlos wurde es dann aber, als auch die Fahrer der noch fahrenden Fahrzeuge die Warnblinkanlage einschalteten. Manchen Fahrern wurde es zu heikel, sodass ihre Mitfahrer ausstiegen und vor dem Auto herliefen.
Wir waren zu Dritt im Auto, sodass neben dem eigentlichen Fahren und nach-vorne-schauen noch einer zur Seite aus dem Auto schaute, um den Abstand zum Bordstein zu kontrollieren und der andere zur anderen Seite nach draußen sah, um den Abstand zur Mittellinie zu kontrollieren. So konnten wir uns dann zurück zur Fachschaft manövrieren. Schließlich (und heile) dort angekommen konnten wir nun auf der einen Straßenseite aber nicht mehr die Gebäude auf der anderen Straßenseite erkennen. Wie weit wir noch sehen konnten, weiß ich nicht, aber de facto konnte man, an einer Straßenlaterne stehend, die in einer Reihe mit anderen Straßenlaternen mit etwa 15 m Abstand aufgestellt war, absolut nicht erkennen, dass da noch eine Straßenlaterne kommt – „Sichtweiten von unter 5 m“ trifft die Sache tatsächlich ganz gut, denke ich.
Nun noch ein paar Impressionen:
Auto an Kreuzung
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