Es brannte!

Es war der Morgen des 16.07.2007; ich stand auf und erlebte etwas, das ich schon einmal vor nicht allzu langer Zeit erlebt hatte: ich hörte Martinshörner, und zwar nicht einzelne, sondern viele ineinander verschwommene. Passiert das mit zweien, ist das noch relativ normal. Hört man jedoch mehrere in einander vermischte Martin-Hörner, ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass da ein Löschzug unterwegs ist. Auch das kommt hin und wieder mal vor, wenn zum Beispiel ein Feuermelder einer Brandmeldeanlage, der direkt mit der Feuerwehr gekoppelt ist, ausgelöst wurde.
Wenn nun aber eine solche „Tatütata“-Salve gefolgt wird von einer weiteren, der wiederum nach ein bis zwei Minuten die nächste folgt und dieser Vorgang so etwa 10 bis 15 Minuten andauert, dann kann man schon davon ausgehen, dass da gerade etwas GROßES passiert.
Als das vor ein paar Wochen geschah, war es eine alte Lagerhalle mit Gewerbe, die gerade dabei war, abzubrennen.
Nun, am besagten Morgen beschlich mich wieder dieses „Hm… vielleicht mal das Radio anmachen?“-Gefühl.
Und richtig: schon kurze Zeit später wurde im Radio durchgesagt, dass viele Anwohner eine große Rauchwolke bemerkt hätten und man nun bei der Feuerwehr nachforschen würde, ob und was da brenne.
Es war wieder eine Lagerhalle, diesmal aber die eines Entsorgungsunternehmens, dass gelbe Säcke gelagert hatte. Viel Kunststoff, also viel „Kokelei“ und die Gefahr giftigen Rauches. Giftig war der Rauch glücklicherweise dann nicht, aber gelöscht werden musste ziemlich lange – die Nachlöscharbeiten wurden am Freitag, den 20.7. (also nach 5 Tagen Löschen!) beendet.
Rauch über dem Ruhrgebiet
Die große Rauchwolke konnte ich zunächst nicht ausmachen, fuhr dann aber mal auf den nahe gelegenen „Tippelsberg“, um mir ein Bild von der Lage machen zu können – und von dort aus war die Wolke, die sich Berichten zufolge im Verlauf des Tages über das gesamte Ruhrgebiet ausbreitete, nicht zu übersehen.

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