Drucker FAIL

Kennt ihr diese lustigen DAU-FAQs, bei denen es heißt, man solle, wenn der Drucker nach einem Druckauftrag nicht druckt, einfach noch eine beliebige, möglichst hohe Anzahl den Druckauftrag neu starten?
Ich habe das immer für einen Witz gehalten – bis zu diesem einen Tag.

An der Uni haben wir einen zentralen Printserver. Dieser nimmt Dateien entgegen und bereitet sie in Druckdaten für den jeweiligen Drucker auf.
Je nach Datei kann das schonmal einige Zeit dauern. Das muss nicht zwingend mit der Dateigröße zusammenhängen, sondenr eher mit der Komplexität der im Dokument vorhandenen Objekte.
Nun, das ist vielleicht nicht unbedingt etwas, was man als Ottonormaluser wissen muss, aber wenn man Informatik studiert, kann man schon eher voraussetzen.

Nun, ich war letztens in der Uni um ein paar einzelne Folien auszudrucken. Ich wunderte mich, warum der Drucker nicht druckte – war ich mir doch sicher, dass ich kein sonderlich komplexes Dokument drucken will.
Ich öffnete die Statusseite des Printservers und siehe da: jemand hat etwas gedruckt – UND ZWAR GLEICH DRÖLFZIG MAL!

Wenigstens blieb die Genugtuung, dass der gute Student zahlen durfte – und zwar mit seiner Druckquota.
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Das S-Bahn-Beispiel

Ich beschäftige mich in letzter Zeit mit Lerntechniken, Selbstorganisation und solchen Dingen.
In der Regel haben wir viel Erfahrung mit „körperliche“ Arbeit. Wir können gut einschätzen, wie schnell wir laufen können, ob wir etwas in der Höhe aus dem Stand heraus greifen können, ob wir dazu springen müssen, und so weiter.

So ein Studium und insbesondere gerne mal die Lernphasen für Prüfungen stellen uns vor große Herausforderungen im Bereich der „Kopf“-Arbeit.
Eine Frage: es sind noch zwei Wochen bis zur Klausur und du hast bis jetzt quasi garnichts gelernt. Wie sinnvoll ist es, bis zur Klausur Tag und Nacht zu lernen? Reicht die Zeit noch aus, um dich gut auf die Klausur vorbereiten zu können?
Die Antwort wird nur allzu oft „ja“ lauten oder zumindest die Tendenz dorhin haben.
Ähnliche Situation, anderes Umfeld:
Du befindest dich etwa 10 Gehminuten von der S-Bahn-Haltestelle entfernt und weißt, dass die S-Bahn in zwei Minuten abfährt. Wie sinnvoll ist es, die Beine in die Hand zu nehmen und zur Station zu rennen?

Würdest du genauso entscheiden wie bei der Klausur?

Was mit diesem Beispiel gezeigt werden soll, ist die Tatsache, dass wir aufgrund der geringeren Erfahrung mit „Kopfarbeit“ dazu neigen, uns zu verschätzen und aufgrund der Tatsache, dass die Arbeit nicht in der Form „fassbar“ ist wie körperliche Arbeit, zu übersehen, dass es auch beim Lernvermögen Grenzen gibt, die man nicht überwinden kann.

Eine körperliche Arbeit ist überschaubarer; wenn ich 30 Minuten Zeit habe, um eine 5 Säcke á 20 kg von A nach B zu tragen und für einen Sack 7 Minuten brauche, dann ist klar, dass ich es in der gegeben Zeit nicht schaffe – der Gedanke „ich muss mich nur noch mehr anstrengen!“ kommt einem hier erst garnicht.

Neujahr, Dortmund und Nebel: es ging gaaaaaaarnichts mehr!

Sodenn, ich nahm an der in den Räumen der Fachschaft organisierten Silvester-Party teil. Um 0:00 Uhr wollten wir uns geplantermaßen an einem Ort befinden, der einen schönen Ausblick auf Silvesterraketen bietet. Zur Wahl standen der Florianturm und die sog. Hombrucher Alpen, eine Abraumhalde.
Da wir letztlich nur ein Auto mit nüchternem Fahrer hatten, um 6 Personen transportieren, blieb nur die eine Möglichkeit, zwei mal zu fahren. Hin war das alles noch überhaupt kein Problem – obwohl wir selbst hier im Nachhinein zugetragen bekamen, dass sich schon zwischen 22 und 23 Uhr stellenweise ziemlich dichter Nebel gebildet haben soll.
Wir begingen den Rutsch ins neue Jahr und machten uns dann so gegen 1 Uhr auf, die erste Tour zurück Richtung Uni zu machen. Schon auf der Halde sah man hier und dort nicht mehr so gut, was wir aber zunächst einfach nur den Silvesterknallern zuschrieben.
Am Auto angekommen war es dann schon ziemlich neblig. Es wurde auf der Fahrt zurück zur Uni noch dichter; relativ schnell erreichten wir Sichtweiten von unter 50 Metern. Nun, angekommen an der Fachschaft konnte ich von der einen Straßenseite das Gebäude auf der anderen Straßenseite noch erkennen. Ich wollte nun zurück zur Halde einen anderen Weg fahren, der in einer Art Senke liegt – bis der Nebel dann so dicht war, dass ich nach vorne heraus noch das Ende meines Autos und die leuchtenden Scheinwerfer sehen konnte – ansonsten nur noch GRAU. Also kehrte ich um und raste mit Geschwindigkeiten von 10 bis 40 km/h den anderen Weg entlang. An der Halde angekommen ging es dann wieder zurück Richtung Fachschaft. Das Fahrzeug vor uns konnten wir noch erkennen, von dem Fahrzeug davor konnte man nur erahnen, dass es sich um etwas Großes zu handeln schien. Nach mehreren Minuten Rätselei erkannten wir dann schließlich, dass es sich um einen Leiterwagen er Feuerwehr handelte.
Auf dem Weg zurück fuhren wir mehrfach an Unfällen, stehen gebliebenen Fahrzeugen und auf dem Bürgersteig / am Straßenrand stehenden Fahrzeugen vorbei. Diese hatten alle ordnungsgemäß die Warnblinkanlage eingeschaltet.
Richtig sinnlos wurde es dann aber, als auch die Fahrer der noch fahrenden Fahrzeuge die Warnblinkanlage einschalteten. Manchen Fahrern wurde es zu heikel, sodass ihre Mitfahrer ausstiegen und vor dem Auto herliefen.
Wir waren zu Dritt im Auto, sodass neben dem eigentlichen Fahren und nach-vorne-schauen noch einer zur Seite aus dem Auto schaute, um den Abstand zum Bordstein zu kontrollieren und der andere zur anderen Seite nach draußen sah, um den Abstand zur Mittellinie zu kontrollieren. So konnten wir uns dann zurück zur Fachschaft manövrieren. Schließlich (und heile) dort angekommen konnten wir nun auf der einen Straßenseite aber nicht mehr die Gebäude auf der anderen Straßenseite erkennen. Wie weit wir noch sehen konnten, weiß ich nicht, aber de facto konnte man, an einer Straßenlaterne stehend, die in einer Reihe mit anderen Straßenlaternen mit etwa 15 m Abstand aufgestellt war, absolut nicht erkennen, dass da noch eine Straßenlaterne kommt – „Sichtweiten von unter 5 m“ trifft die Sache tatsächlich ganz gut, denke ich.
Nun noch ein paar Impressionen:
Auto an Kreuzung
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Laptop verloren ?!

Ich hatte schon einmal so einen Aushang gesehen – und konnte kaum meinen Augen trauen.
Nun habe ich erneut einen Aushang gesehen:
da hat allen Ernstes Jemand seinen Laptop an der Uni vergessen.
Ja wie bitte schafft man das denn? Vor allem würde mich interessieren, wann man dann merkt, dass man zwar mit Laptop zur Uni gefahren ist, aber ohne zurück gekommen ist?
Aushang - real fotografiert, nur etwas anonymisiert

Kehrwertrechner – was kann es Sinnvolleres geben?

Kaum zu glauben, aber wahr:
durch die Wikipedia bin auf folgende Internetadresse gestoßen: http://www.kehrwertrechner.de
Als ich für eine meiner E-Technik-Klausuren lernte – und in E-Technik-Vorlesungen gibt es erfahrungsmäß viel zu rechnen 🙂 – hatte ich gerade ziemlich tief verschachtelte Brüche vor mir und dabei ein paar blöde Rechenfehler gemacht.
Jedenfalls stieß ich also auf diese Adresse; ich dachte mir „OK, ist halt für diejenigen, die nicht wissen, der Kehrwert von 3*a/4 eben 4/3*a ist.“, doch nun der Witz an der Seite: sie akzeptiert nur ganze Zahlen! Ja, nur ganze Zahlen, nicht einmal reelle Zahlen sind möglich!

Projekt dezentrale Energieversorgung

Problematisch ist ja – wie allgemein bekannt – die Entwicklung des Ölpreises – ein nicht unerheblicher Anteil unserer Energieversorgung hängt ja auch damit zusammen.
Im letzten Wintersemester habe ich eine Spezialvorlesung besucht, in der ein Projekt vorgestellt wurde, welches eine Umstrukturierung der Energieversorgung beinhaltet.
Neben gleichzeitiger Nutzung regenerativer Energiequellen, Abschaffung vieler Überland-Leitungen (und damit Reduzierung der Verlustleistung) wird ein Preissystem eingeführt, das für Alle gerecht ist, höhere Ausfallsicherheit bietet und den traditionellen Energieversorgern dennoch einen Platz im Markt lässt.
Wer sich für so etwas interessiert, dem sei diese Adresse ans Herz gelegt:
http://ls3-www.cs.uni-dortmund.de/Projects/Dezent/index.xml?lang=de
Der Name DEZENT leitet sich ab von „dezentral“ und wird durch einen Elektrotechnik-Lehrstuhl unterstützt.

Anderer Fachbereich – andere Epoche

Bei meinem Eintrag über die ET-Anwesenheitsübung fiel mir dann auch mal wieder auf, wie sehr sich der Großteil der Lehrenden unterschiedlicher Fachbereiche doch … äh. … unterscheiden 😉
Aus Erfahrung aus erster Hand kenne ich ja nur die Fachbereiche Informatik und Elektrotechnik. Aber selbst da lassen sich – zumindest an meiner Uni – beachtliche Differenzen feststellen:

  • Informatiker sind seltenst im Anzug zu sehen – je nach Person fast so selten im Hemd
  • Bei WiMis an Informatik-Lehrstühlen ist es die Regel, dass sie dich duzen und du sie auch (und das unabhängig vom Alter)
  • Es gibt – zumindest in Dortmund – auch mehrere Informatik-Professoren, die sich duzen lassen und die Studenten duzen (das immerhin in der ersten Vorlesung aber auch (er)klären)
  • Als Kontaktmöglichkeit eines WiMis oder Informatik-Profs wird hauptsächlich „schickt mir ’ne Mail“ oder „kommt in meinem Büro vorbei – wenn ihr sicher gehen wollt, dass ich gerade da bin, dann schickt mir ’ne Mail“ angegeben
  • es sind immer öfter Frauen zu finden 😉 – sei es als WiMi, PD oder auch Prof.

Bei ET-Lehrenden hingegen konnte ich da doch ein paar Unterschiede feststellen:

  • ET-Profs habe ich bisher fast immer im Anzug gesehen – oder in Hemd/Pullunder-Kombination – die WiMis eigentlich immer in Hemd oder auch im Anzug
  • WiMis siezen grundsätzlich und werden dann auch gesiezt
  • ET-Professoren siezen grundsätzlich und werden dann entsprechend zurück-gesiezt
  • Die E-Mail wird als Kontaktmöglichkeit zwar auch angenommen, aber häufig wird auch noch die Telefonnummer genannt – und es gibt sehr häufig noch Sprechstunden
  • eine Frau in der Lehre der ET habe ich noch nicht sichten können

Scheint fast so, als würden (viele) ETler noch ein bisschen wie in einer früheren „Epoche“ lehren. Immerhin hat sich die Digitalisierung mittlerweile durchgesetzt: Folien / Skripte / Übungszettel gibt es an beiden Fachbereichen immer digital (als PDF) und Ergebnisse von Klausuren und Anwesenheitsübungen werden im Internet veröffentlicht. Mich würde mal interessieren, wie es da so an anderen Fachbereichen und Unis ausschaut.
Ich habe ja schon davon gehört, dass an der Uni Bochum die Anmeldung für Seminare der Pädagogik-Studenten grundsätzlich per an der Bürotür des Lehrstuhls ausgehangenem Blatt Papier geregelt wird und man dann, da etwa 30 Seminarplätze und etwa 150 Studenten, die daran teilnehmen wollen (bzw. müssen, weil sich sonst das Studium verlängert), gerne mal im Lehrstuhl-Flur campt, um am nächsten morgen rechtzeitig da zu sein.
Dazu kann ich sagen: auch, wenn der Dortmunder Studentenausweis keine schicke Chipkarte mit Lichtbild, sondern nur ein billiges Stück bedrucktes Kopierpapier ist, das man eigenhändig aus einem DIN A4-Blatt ausschneiden muss: zumindest der Informatik-Fachbereich nutzt für so etwas zentrale Anmelde- und Zuweisungsverfahren; angenehm übers Fachbereich-Netz (also von zu Hause aus per VPN-Tunnel) erreichbar, mit Berücksichtigung von Prioritäten usw.