Stromausfall – ultrakurz und Erinnerungen an früher

Heute morgen hatten wir einen Stromausfall. Ich stellte es fest, weil unser Anrufbeantworter nicht mehr eingeschaltet war. Bei der Kontrolle der diversen Geräten mit eingebauter Uhr wurden Erinnerungen an früher wach – und zwar daran, dass vor nicht allzu langer Zeit eigentlich alle Geräte, in die eine Uhr integriert sind, nach jedem kurzen Stromausfall mindestens die Uhrzeit neu programmiert bekommen mussten, wenn nicht gar noch mehr Einstellungen.
Den Stromausfall stellte ich fest, da es unseren Anrufbeantworter (schon ein etwas betagtes Gerät) voll erwischt hat: Nachrichten weg, Ansage weg, und natürlich Uhrzeit / Datum weg.
Seit einiger Zeit ruhen bei uns in sämtlichen Radiowecker-artigen Geräten entsprechende Pufferbatterien, sodass ich heute morgen auch überhaupt geweckt wurde.
Der DVD-Recorder zieht seine Uhrzeit aus dem Antennensignal – hier also kein Problem. Die schnurlosen Telefone haben ihre Uhrzeit im Handgerät gespeichert bzw. bekommen die Uhrzeit aus dem ISDN – auch hier kein Problem.
Am interessantesten hat sich aber der Router verhalten: das Log verrät, dass der Router neu gestartet hat, aber irgendwie reichte die Zeit des Stromausfalls nicht aus, um die Uhrzeit zu vergessen, denn das Log startet mit der korrekten Uhrzeit, aber eben mit der Meldung, dass das System neu startet.

2 Gedanken zu „Stromausfall – ultrakurz und Erinnerungen an früher

  1. Das mit elektrischen Geräten und Uhren ist wirklich eine Sache. Habe gestern noch einen Vortrag über Netzfrequenzschwankungen gehört.
    Ein großes Problem, das wohl schon mit kleinsten Schwankungen einhergeht, ist, dass die Uhren, die sich nach der Netzfrequenz takten, schneller oder langsamer gehen. Die Netzbetreiber bemühen sich dann wirklich, das Netz in die andere Richtung zu überdrehen, damit die Uhren auf mittlere Sicht wieder die richtige Zeit anzeigen. Regelungstechnisch eine interessante Sache

  2. Ähm, ja, nur wüsste ich nicht, welche einigermaßen sinnvoll gebaute Uhr, die nach Mitte der 70er Jahre gebaut wurde, nicht irgendwo ein Quarz oder einen anderen Oszillator bekommen hätte, der für einen stabilen Takt sorgt 🙂
    Das Beispiel, was du ansprichst, wird gerne im Bezug auf die DDR genannt. Dort war es so, dass in den Haushalten praktisch ausschließlich Fallblattuhren zu finden waren, die eben (aus Kostengründen) so unsicher gebaut waren und statt einem eigenen Takt eben den aus dem Netz nahmen. Da das Stromnetz tagsüber arg belastet war, sank die Netzfrequenz ein wenig; in der Nacht holte man das dann wieder auf, indem man sie, wie du richtig sagst, etwas über Normal anhob. Dass solche Uhren – sprich netzgespeist und analog gesteuert – heute noch groß im Einsatz sind, kann ich mir nicht vorstellen, da man heute – wiederum aus Kostengründen – natürlich eher zu möglichst wenig Mechanik tendiert.

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